Geschichte

Ein Rückblick über unsere Vereinsgeschichte

Am 2. Juli 1927 trafen sich 14 Wassersportfreunde in der Turnhalle, um sich unter dem Namen „Kanu Club Schwandorf“ zusammenzuschließen. Mit 14 Personen fing also alles an.

Die Aufwärtsentwicklung des Vereins haben die vielen schönen Flüsse, wie die Naab (unser Hausfluss), die Heidenaab, der Regen, die Vils, die Lauterach, die Schwarzach und Pfreimd, sowie die Donau begünstigt. Verglichen mit den heutigen Bootstypen, war der Anfang freilich bescheiden. Doch die Bootswerft der Firma Eisenhart und unser „Bootsdoktor“ Vitus Weingärtner halfen bei der Ausrüstung weiter.

Schon einen Monat nach der Vereinsgründung stellte das Haus Deppisch-Hubmann einen Teil seiner Fasspichhalle an der Naab den Paddlern zur Verfügung. So war die Familie Deppisch-Hubmann von Anfang an mit der Entwicklung des Kanu Club Schwandorf eng verbunden.

Im März 1928 zählte der Verein schon 30 Mitglieder. Von Jahr zu Jahr kamen mehr Wassersportfreunde zum Verein.

1931 feierten die KCS’ler ihre erste Sonnwendfeier und organisierten eine erste Lampionfahrt.

1933 wurde eine Jugendabteilung gegründet, die sehr aktiv arbeitete und viele neue Mitglieder brachte.

Es spricht viel für die Begeisterung am Paddelsport und die Liebe zum Club, dass auch die bittere Unterbrechung, die durch den Ausbruch des Krieges bedingt war, für den Kanu Club nicht das Aus bedeutete. Die Aktivitäten waren allerdings bis 1947 unterbrochen.

Nach dem Kriegsende befand sich der Kanu Club am Nullpunkt. Zwar war die Bootshalle beim Bombenangriff auf die Stadt Schwandorf am 17. April 1945 verschont geblieben, in mutwilliger Zerstörungswut wurde die Kanuhalle allerdings aufgebrochen und ausgeplündert. Die Boote wurden einfach ins Wasser geworfen. Einige Glückliche fanden ihr Boot zwar wieder, aber die meisten Boote waren weg.

Neue Boote gab es zu der Zeit nicht. So wurde die Idee geboren, aus Holz Kajaks zu bauen. Bretter und Farbe waren schwer zu bekommen, aber Erfindergeist und Ideenreichtum schafften es, fast jede Woche ein neues Boot vom Stapel laufen zu lassen.

Es war fast eine Selbstverständlichkeit, dass ein Häuflein aus dem Krieg heimgekehrter Wassersportler 1947 den KCS neu zum Leben erweckten. Wie schon damals bei der ersten Sitzung 1927, war es wieder Adalbert Janssen – liebevoll Janssen Vatl genannt – der die Wiedergründungsversammlung leitete und in den kommenden Jahren aktiv in der Vorstandschaft wirkte.

Das Haus Deppisch-Hubmann hat auch dieses mal wieder geholfen. Die Fasshalle wurde zur Bootshalle.

Jetzt war es an die Zeit gekommen, an der Halle notwendige Reparaturen vorzunehmen, eine Kaimauer gegen das Hochwasser zu errichten und einen Bootssteg anzulegen.

Viele der damaligen Bootsfahrten wären ohne dem Transport mit dem LkW der Stettner-Mühle nicht möglich gewesen. Mit ihm wurden die Holzboote zu den Flüssen der Oberpfälzer Heimat chauffiert.

Alls es 1948, nach der Währungsreform am 21. Juni, wieder fast alles zu kaufen gab, waren auch Faltboote wieder zu erwerben. So wurden die Boote mehr und mehr und der Verein immer größer.

Die erste Lampionfahrt nach dem Krieg – 1949 – auf der äußeren Naab lockte mehr als 2.000 Zuschauer an. Für die damalige „Notbrücke“ eine ganz schöne Belastungsprobe.

Dem Club brachte diese Vorführung neue Zugänge, so dass bald die Zahl von 100 Mitgliedern erreicht war. Damit wurde der KCS der größte Wassersportverein in der Oberpfalz.

Die 1951 gegründete Slalomabteilung konnte bereits im nächsten Jahr bei der Bayerischen Meisterschaft in Augsburg in der Juniorenklasse einen beachtlichen vierten und fünften Platz belegen.

Fanden die Versammlungen bislang im Hubmann-Bräustüberl satt, wurde der Wunsch nach einem Clubheim wach.

Mit dem Jahr 1959 – unter Georg Lohrers Clubführung – begann der Bau eines eigenen Clubheimes eine bis in die heutigen Tage reichende Phase der Vereinsentwicklung.

Mit viel Arbeitseifer und persönlichem Einsatz halfen die Clubmitglieder bei den anstehenden Aufgaben, so dass 1960 der Einzug in das gemeinsam geschaffene Werk gefeiert werden konnte. Seitdem ist das Clubheim Mittelpunkt des Vereinslebens.

In den kommenden Jahren wurde nach und nach das Holzfachwerk der Halle ausgemauert, das Dach renoviert und neue Bootsständer installiert.

Aus der Holzscheune, der Fasspichhalle, wurde ein stattliches solides Bootshaus. Bedingt durch eingedrungenes Hochwasser hatte sich Anfang der 80er Jahre der Betonboden in der Halle angehoben.. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde im Clubheim eine Heizung eingebaut, die Duschen und Toiletten gefliest.

Zusätzlich schaffte der Verein einen eigenen Clubbus samt Anhänger an.

Die Erweiterung des Clubgeländes auf das Areal des ehemaligen Sportgelände des TSV Schwandorf, sowie die Neugestaltung der Außenanlagen folgten darauf. Seitdem steht dem Verein eine größere Fläche zu Verfügung, die gerne von Gastkanuten zum Übernachten genutzt wird.

In den 90er Jahren wurde an der Bootshalle um einen Anbau erweitert, der auch Duschen und Toiletten für Gastkanuten bietet und das Clubheim grundlegend renoviert.

Sportlich hat sich der Verein Dank der aktiven Arbeit unserer Wanderwarte bestens entwickelt. Seit dem Kriegsende wurden durch die KCS-Paddler über 900.000 Kilometer gepaddelte Kilometer in den Vereinsfahrtenbüchern dokumentiert.

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